‍♀️40+? Dieser Dieb raubt dir deine Gelassenheit in der Perimenopause!

‍♀️40+? Dieser Dieb raubt dir deine Gelassenheit in der Perimenopause!

Cortisol & Serotonin: das musst du über die beiden Stress-Player wissen. Miniserie 2: Gene, Stress und Gentests.

 

Guten Tag oder guten Abend, 
ich hoffe, du konntest den Teil eins der Miniserie zu Stress und Genetik lesen – wir werden den Blog demnächst auch auf unsere Homepage stellen – dann kann man alles nachlesen. (Ansonsten war es der Betreff:  Hast du das Stress-Tiger-Gen?)

In Teil 2 meiner Genetik-Stress-Serie geht es um die 51% der Bevölkerung (Frauen) und da besonders um die ca. 9 Millionen Frauen, die derzeit in der Perimenopause/Menopause sind.

Cortisol – warum Stress in der Perimenopause besonders tückisch ist
Cortisol ist eine Überlebenswaffe. Es macht dich hellwach, mobilisiert Energie und schützt dich im Notfall. Ohne Cortisol wären wir in akuten Stresssituationen verloren.

Doch das Problem: Dauerstress. Wenn dein Körper ständig Cortisol ausschüttet, entstehen Langzeitfolgen: mehr Bauchfett, weniger Muskelmasse, geschwächtes Immunsystem – und neurotoxische Effekte im Gehirn.

Dieser Dieb raubt Dir deine Ruhe in der Perimenopause
Für Frauen in der Perimenopause kommt noch eine hormonelle Falle dazu: Cortisol und Progesteron teilen sich die gleiche Vorstufe – Pregnenolon. Bei chronischem Stress greift der Körper bevorzugt zum Cortisol. Dieses Phänomen nennt man „Pregnenolon-Steal“ (Pregnenolon-Raub): Dein Körper „stiehlt“ die Vorstufe von den Geschlechtshormonen und leitet sie in die Stressachse.

Die Folge: weniger Progesteron, DHEA, Testosteron (die sind für Stärke, Muskelaufbau und Libido zuständig). Progesteron sinkt ohnehin in dieser Lebensphase. Wenn Stress dazukommt, verschärft sich der Mangel – und es entsteht paradoxerweise oft ein relatives Östrogenübergewicht: Gereiztheit, Schlafstörungen, PMS-ähnliche Beschwerden und Libidoverlust (wegen des fehlenden DHEA/Testosteron) sind die typischen Folgen.

Der Serotonin-Teufelskreis
Frauen in der Lebensmitte sind nicht nur hormonell, sondern auch neurochemisch anfälliger.
80 % des Serotonins werden im Darm gebildet (für Verdauung & Immunabwehr).

Im Gehirn muss Serotonin dagegen vor Ort aus Tryptophan oder 5-HTP synthetisiert werden – da Serotonin selbst die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Das Problem: ~95 % des Tryptophans laufen in den Kynureninweg (einen Stoffwechsel, der Entzündungen reguliert). Bei Stress und stillen Entzündungen wird dieser Weg noch stärker aktiviert → es bleibt immer weniger Serotonin für Stimmung und Schlaf.
Die Folge: weniger Gelassenheit, mehr Reizbarkeit, mehr Heißhunger, schlechte Nächte. Cortisol steigt weiter, Progesteron sinkt – und der Teufelskreis dreht sich immer schneller.

In Folge 1 der Serie hatte ich bereits geschrieben, dass und welche Gene alle diese Stoffwechselwege beeinflussen. Doch zunächst:

 Das kannst du tun – auch ohne Gentest
Progesteron schützen: Stressmanagement (Atmung, Pausen, Meditation) hält den Pregnenolon-Steal in Schach.
Serotonin stärken: Achte auf tryptophanreiche Ernährung (z. B. Nüsse, Hafer, Hülsenfrüchte) plus Cofaktoren (B6, B12, Folsäure, Magnesium, Zink).
Cortisol balancieren: Anti-Entzündungs-Ernährung (Omega-3, Curcuma, buntes Gemüse), ausreichend Schlaf und bewusste Regeneration.

✨ Vorschau auf Teil 3:
Kenne deine Gene: Welche Gene du testen kannst und welche wir empfehlen, erfährst du in Teil 3 in der kommenden Woche. Soll man testen oder nicht?

Meine Oma hat immer über mich gesagt: „Das Kind ist zart aber zäh“. Eine sehr gute Beschreibung meiner COMT-met-met Genetik (stress-sensible Highperformerin). Wir brauchen also nicht immer einen Gen-Test, sondern einfach gesunden Menschenverstand: bin ich stress-sensibel oder stress-robust.

Und natürlich ist es immer wichtig, mit Mikronährstoffen und Lifestyle-Hacks deine persönliche Stress-Genetik gezielt auszugleichen.

Aber es kann auch hilfreich sein, genau zu wissen, was bei uns so genetisch abgeht, damit wir uns besser darauf einstellen. See you also nächste Woche im Blog.

Ich bin heute übrigens schon an der Nordsee und habe diesen Blog letzte Woche terminiert – schön, dass es so eine technische Assistenz gibt – echter Stressrelease.

Hab eine phantastische Zeit, bis zum nächsten Blog!

Quellen:
Dr. med. Kira Kubenz. Das Stresspanel. Holistic Health & Longevity Coach. Unveröffentlichte Kurspräsentation. August 2025
Kontakt zu Dr. med. Kira Kubenz und ihren Angeboten als Präventiv-Medizinerin mit Gen-Panels: www.ihre-gene.de

Prof. Dr. Jörg Kriegsmann Präsentationen zu Genetik und Gentests. Unveröffentlichte Kurspräsentation. August 2025
Kontakt zu Professor Kriegsmann und Genetiktests B2C: www.geneventure.de  

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