Macht ein falscher Karriereweg krank? Ja! Allostatic load – die kumulierte Stresslast – killt Menschen. Langsam. Stetig. Sicher.
Guten Tag oder guten Abend,
ich hoffe, du hattest nach dem Life-Summit in Berlin an Pfingsten schon Zeit einmal in den Longevity-Bücherguide reinzuschnuppern (oder unten kostenfrei anfordern).
Ich hatte an dem langen Wochenende die Nase ganz tief in wissenschaftlichen Fachbüchern (Quellen zu meinem heutigen Blog wie immer unter der Signatur).
Und ich dachte: Kraaaaasss. Stress macht tatsächlich krank. Und: Stress bringt tatsächlich Menschen um. Allostatic Load nennt sich dieses Phänomen. Dabei wollte ich eigentlich etwas über resiliente Karrieren schreiben.
Aber dann dachte ich: Resiliente Karrieren und Allostatic Load zu besiegen, das passt auch zusammen. Denn das ist die Geschichte meines Vaters. Aber dazu gleich mehr.
Erstmal die Wissenschaft.
Wie sich chronischer Stress im Körper niederschlägt – das Konzept der Allostatic Load
Stress verschwindet nicht einfach, wenn wir uns mal entspannen. Vielmehr kann sich vor allem chronischer Stress im Körper ansammeln – wie eine unsichtbare Last, die mit der Zeit immer schwerer wiegt. In der biomedizinischen Forschung wird dieses Phänomen als Allostatic Load bezeichnet, also als die „Last der Anpassung“ (etabliert von dem Neuroendokrinologen, Bruce McEwen). Gemeint ist damit die kumulative Belastung, die entsteht, wenn der Körper immer wieder auf Stress reagieren muss und langfristig überfordert ist – sei es durch psychische, soziale oder körperliche Herausforderungen.
Die Allostatic-Load-Forschung bietet ein umfassendes Modell, um die langfristigen Auswirkungen von Stress messbar zu machen. Dabei werden drei Ebenen unterschieden:
- Akute Stressreaktionen – messbar über Neurotransmitter, Entzündungsmarker (Zytokine) oder die Herzratenvariabilität.
- Veränderungen von Gesundheitsmarkern – etwa bei Blutfettwerten, Blutdruck oder Körpergewicht.
- Langfristige Gesundheitsfolgen – wie das Auftreten chronischer Erkrankungen oder eine erhöhte Sterblichkeit.
Ganz blöd ist der Stress-Teufelskreis: Menschen unter Stress neigen zu ungesunden Verhaltensweisen, wie schlechtem Essverhalten (Fastfood, zu unregelmäßig, zu schnell), bewegen sich weniger, nutzen mehr Alkohol und andere Stimulantien, um den Stress vermeintlich abzumildern. Und so verstärkt sich der Stresszyklus.
Ein zentraler Befund aus zahlreichen Studien: Der sogenannte Allostatic Load Score (ALS) hat eine hohe Vorhersagekraft für spätere gesundheitliche Probleme. Zu den sogenannten tertiären Folgen zählen nicht nur somatische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Leiden, sondern auch psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angst- oder Essstörungen.
Und obwohl diese tertiären Stresserkrankungen oft erst Jahr später auftreten, fangen sie mit Dauerstress an. Oft auf der Arbeit.
Womit wir bei meinem Vater wären. Er kommt aus einer langlebigen Familie: seine Mutter, meine Oma, wurde fast 93 Jahre, geboren 1897, zwei Weltkriege erlebt, mit einer kleinen Herzinsuffizienz am Ende ihres Lebens total ok und selbständig.
Seine beiden Geschwister, 87 und 90 Jahre alt. Mein Vater: tot mit 75 Jahren.
13 Jahre sozialer Mobbing-Stress auf der Arbeit haben ihm am Ende seines Lebens 13 Jahre geraubt. Das war immer mein Eindruck. Und jetzt weiß ich es schwarz auf weiß. Allostatic Load.
Das muss auch anders gehen, habe ich mir geschworen!
Mein Antreiber, Menschen bei Karriere-Entscheidungen zu unterstützen, die glücklich, frei und weit machen, kommt sicher von dieser familiären Erfahrung.
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Quellen zu Allostatic Load:
Guidi, J., Lucente, M., Sonino, N., & Fava, G. A. (2021). Allostatic load and its impact on health: A systematic review. Psychotherapy and Psychosomatics, 90(1), 11–27. https://doi.org/10.1159/000510696
McEwen, B. S. (2004). Protective and damaging effects of the mediators of stress and adaptation: Allostasis and allostatic load. In J. Schulkin (Ed.), Allostasis, homeostasis, and the costs of physiological adaptation (pp. 179–196). Cambridge University Press (in Wolf &Calabrese, S.395)
Wolf, A., & Calabrese, P. (2020). Stressmedizin und Stresspsychologie: Epidemiologie, Neurobiologie, Prävention und praktische Lösungsansätze. Stuttgart (Schattauer). S. 396–397
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