Mein Fazit und 5 Wege, wie du sanft in die Kälte starten kannst
Guten Tag oder guten Abend,
im Februar habe ich im Blog das letzte Mal über Eisbaden berichtet, als das Thema in unserer Weiterbildung zum Holistic Health & Longevity-Coach dran war, und zwar über die Alternative zu großen Eisbädern: das kleine Wanneneisbad.
Heute möchte ich zum Abschluss der Eisbadesaison 2025 ein Fazit aus 2 Jahren Kälteanwendung und Eisbaden ziehen. Ich stelle dir 3 Fragen und zeige dir 5 Wege, wie dein individueller Weg zu Kälteanwendungen sein kann. Denn sie sind ein Immun- und Mindsetbooster.
Eisbaden? Ich doch nicht!
Und dann doch. In 4 Grad kaltes Wasser steigen, für mehrere Minuten. Und: 730 Tage Drangeblieben. Warum dachte ich vorher „Das mache ich nie?“
Ich bin jemand, der ständig friert, sich als Erste den Kaschmirpulli überzieht. Kälte und ich? „No friends“.
❓Dein Mindset: Hast du auch eine „ich bin“-Aussage, die dich hemmt? Umso kraftvoller ist es dann, wenn du diesen alten Mindset überwindest.
Das Why zählt – warum machst du es?
Dann häuften sich in meinem Umfeld mehrere Brustkrebsfälle. Einer davon in meinem direkten familiären Umfeld.
Dann traf ich eine Frau, die nach ihrer Brustkrebserkrankung durch Eisbaden ihre Immunwerte stabilisierte – ohne weitere Veränderungen im Lebensstil. Nur Kälte. Und Atmen. Da war plötzlich eine starke Motivation da.
❓Was könnte deine starke Motivation sein, dich zu überwinden?
Ein Weg. Nicht von 0 auf 100
Ich habe mir durch die Wim Hof-Bücher den Weg „angelesen“. Morgens nach der warmen Dusche kalt duschen, von 15 Sekunden länger und länger, bis 1,5 Minuten.
Und dann ein erstes Mal im See baden. Am 08. März 2023 – ich vergesse das Datum nicht, Internationaler Frauentag, mein Startschuss. Ganz besonders schön – und empfehlenswert ist es, mit anderen in Gemeinschaft zu starten. Das mache ich seit diesem Jahr mit einer Eisbaden-Community.
❓Wie kann dein Weg hinein in die Kälteanwendung aussehen? Wo ist eine Community in der Nähe?
Das Ergebnis. Ein körperlicher Shift. Ein Mindset-Shift
Alle Eisbader können das bestätigen: es passiert etwas im Kopf, wenn man sich in die Kälte wagt. Die Überwindung. Das Wohlgefühl nachher. Ein Kick, der auch in anderen Projekten und in Durststrecken Kraft gibt.
Seitdem ist viel passiert.
Ich habe kalte Duschen in mein Morgenritual integriert, gelernt, wie wichtig das langsame Gewöhnen ist – und wie entscheidend die richtige Nachbereitung. Ich habe mein Ego draußen gelassen, keine Minutenrekorde gebrochen. Bin sogar wieder zurück gegangen in der Minutenanzahl. Ich habe meinen Atem trainiert, und meinem Körper zugehört. Und ich habe verstanden: Es muss nicht immer das große Eisbad sein.
Denn: Kälte wirkt. Auch in kleinen Dosen.
5 Wege, wie du jetzt in deine Kälteroutine starten kannst – ganz ohne Eisschock
- Kälte unter der Dusche: Fang mit dem Einfachsten an: der kalten Dusche. Und fang klein an!
➝ 15 Sekunden am Schluss deiner warmen Dusche reichen.
Dann auf 30, 60, 90 Sekunden steigern – max. 1,5 Minuten.
Spür den Unterschied: wacher, klarer, fokussierter. - Das kleinste Eisbad der Welt: Eine Schüssel mit Eiswasser – und nur dein Gesicht, deine Hände oder deine Füße tauchen ein.
Der Effekt? Sofort spürbar. Dein Vagusnerv freut sich. Und du bleibst komplett angezogen. - Kneippen für Einsteiger:innen: Kalte Armbäder in der Badewanne oder im Waschbecken. Kaltes Abbrausen der Beine mit dem Schlauch – von außen nach innen, von unten nach oben.
Tipp: Kombinier das mit Achtsamkeit oder einem kleinen Spaziergang danach. - Warnung vor dem Eisbade-Ego: Kein falscher Ehrgeiz! Du musst keinen Rekord brechen – und du solltest es auch nicht.
➝ Frauen dürfen (und sollten) besonders vorsichtig sein – Zyklus, Hormonhaushalt und Körperfettanteil machen einen Unterschied.
➝ Höre auf deinen Körper. Nicht auf dein Ego. Und nie alleine ins kalte Wasser gehen! - Mein Geheimtipp am Morgen: Ich dusche erst warm, dann kalt. Danach mache ich 20 Minuten Powertraining – Kraft & Cardio. Danach bin ich warm, wach – und brauche nur noch eine Katzenwäsche und mein Deo. Los geht’s.
Warum Kälte gut tut – in einem Satz?
Weil sie uns zurück in den Körper bringt. In den Atem. In den Moment.
Und weil sie still macht. (Jedenfalls nach der ersten Minute.)
Wenn du also Lust hast, in der neuen Saison dabei zu sein – oder jetzt sanft reinzuspüren:
Weniger ist mehr. Aber anfangen lohnt sich.
Vielleicht mit der Schüssel Eiswasser beim Zähneputzen. Vielleicht mit 15 Sekunden. Vielleicht mit dir.
Let’s JOOGL – Join the good life, one breath at a time.
Für heute grüße ich Dich mit Frühlingsgrüßen und purer Entspannung , Ursula
Quellen:
Susanne Søberg (2021). Winterschwimmen: Wieso uns kaltes Wasser gesünder und glücklicher macht – Der Gesundheitsbooster Eisbaden. Verlag: Rowohlt Taschenbuch.
Wim Hof. (2021). Die Wim-Hof-Methode: Sprenge deine Grenzen und aktiviere dein volles Potenzial. Übersetzt von Karin Weingart. Verlag: Integral.