Warum Mode für mich Lebensqualität ist
Guten Tag oder guten Abend,
heute gibt es mal einen ganz anderen Blickwinkel auf „Longevity-Coaching“ als sonst. Zum Start der Frühjahrs-Sommerkollektion war ich gerade auf einer Modenschau der deutschen Designerin, Anja Gockel. Es war – wie immer bei ihr – magisch. Diesmal waren alle Models auf dem Laufsteg ausdrucksstarke Ballerinas. Zu sehen gab es keine Massenware, sondern Einzelstücke mit Seele. Kein Konsumrausch, sondern eine Feier von Schönheit, Bewegung und Weiblichkeit. (Und ja: es war auch ein männliches Model auf dem Laufsteg!)
Anja Gockel stellt jede Kollektion unter einen Titel, unter eine Aussage. Diese heißt:
„Let the birds fly.“
Und genau das habe ich gespürt: das Leichte, das Spielerische, das Würdevolle. Die Freude am Ausdruck. Die Kraft, sich selbst sichtbar zu machen.
Kleidung als Teil ganzheitlicher Gesundheit
Was das mit Gesundheit und Longvity zu tun hat? Sehr viel.
Wenn ich Kleidung trage, die zu mir passt – im Schnitt, in der Farbe, im Material – dann verändert sich meine Haltung, mein Atem. Ich gehe aufrechter. Ich trete anders in den Raum. Ich werde gesehen – nicht weil ich etwas darstellen will, sondern weil ich ganz bei mir bin. Das ist keine Eitelkeit. Das ist Verkörperung. Und ja, das ist auch eine Form der Selbstfürsorge, von Self-Care.
In unserer Longevity-Welt sprechen wir oft über Ernährung, Hormone, Fastenprotokolle, Training, Blutwerte. Alles wichtig.
Aber: Wie ist es mit deinem Stil? Deiner Ausstrahlung? Deinem inneren und äußeren Ausdruck? Auch das gehört zur ganzheitlichen Gesundheit.
Stoffe mit Geschichte – Mode mit Würde
Ich bin mit Stoffen aufgewachsen. Mein Urgroßvater und mein Großvater waren Leinenweber. Sie haben keine Haute Couture gemacht, aber Tischwäsche und sakrale Stoffe – für Klöster, für besondere Anlässe, für das Heilige im Alltag. Vielleicht kommt daher mein tiefes Gefühl, dass Textilien nicht nur Oberfläche sind, sondern auch eine seelische Schicht tragen.
Seide und Cashmere sind für mich fließende Lebensfreude.
Leinen ist für mich Erdung und Geschichte.
Und Mode ist für mich kein oberflächliches Beiwerk – sondern gelebter Ausdruck.
Anja Gockel malt viele ihrer Stoffe selbst, jedes Stück ist ein Kunstwerk – und jedes in Deutschland produziert, nachhaltig, fair und einzigartig. Ich weiß: Wenn ich eines dieser Stücke kaufe, dann nicht, um irgendetwas zu kompensieren – sondern um ein Stück Zukunft mit mir zu tragen.
Und du?
Wie ist das bei dir?
Fühlst du dich wohl in deiner Kleidung?
Spiegelt sie dich? Macht sie dich sichtbar – oder unsichtbar?
Läufst du durch den Tag in bequemen Funktionsklamotten, die praktisch sind, aber dich nicht ganz zeigen?
Oder kennst du auch das Gefühl, wenn du einen tollen Blazer trägst, eine weiche Kashmirjacke, ein Kleid, oder als Mann ein lässiges Teil, das dich zum Strahlen bringt?
Ich liebe auch Jeans – aber am liebsten mit etwas Frechem, Kraftvollem kombiniert. Anja hat einmal gesagt:
„Der Mensch ist das einzige Tier, das täglich sein Fell wechseln kann.“
Was für eine schöne Einladung.
Vielleicht ist es an der Zeit, das Thema Mode neu zu betrachten:
Nicht als Konsum, sondern als Kunstform des Alltags.
Nicht als Pflicht, sondern als Spielraum.
Nicht als Nebensache, sondern als Teil einer lebensbejahenden Haltung – auch im hohen Alter.
Ich habe mir vorgenommen:
Ich möchte Frau bleiben – mit 50, mit 70, mit über 90.
Sichtbar, lebendig, echt.
Und du? Als Frau, als Mann?
Herzlich, Ursula
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