Knack den Versuchungs-Code mit diesem Hack

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Wie ich Chips-Esserin wurde (und wieder davon loskam). Miniserie 2: Essen, Darm

Guten Tag oder guten Abend, 
ich war auf La Palma. Ferien-Laune, Neugier, „einfach mal probieren“. Im Korb landete eine XXL-Tüte Insel-Chips: handgemacht, knusprig, mit kleinem Sichtfenster (und großem „Iss mich!“). Zuhause stellten wir sie neben den Herd. „Die reicht 1–2 Wochen“, dachte ich. Ich bin ja keine Chips-Esserin.

Was passierte als Nächstes? Du ahnst es. Beim Kochen: ein paar Oliven, ein paar Chips. Zwei Tage später war die Tüte leer. Ich blicke vorwurfsvoll zu meinem Mann. Er zurück: „Ich? Kaum!“ Ich war fassungslos: Seit wann bin ich eine Chips-Esserin?

Warum das passiert ist – in 60 Sekunden BJ Fogg
Das Fogg-Behavior-Model sagt: Verhalten = Motivation × Fähigkeit × Prompt (Auslöser) – am selben Moment. Ohne Prompt passiert nichts, selbst bei hoher Motivation. Ist die Fähigkeit hoch (also etwas ist leicht), braucht es kaum Motivation – ein guter Prompt reicht. Genau das war meine Herd-Chips-Kombi:

  • Hohe Fähigkeit: Greifen, knuspern – null Aufwand.
  • Mindestens genügend Motivation: Ferien-Gefühl = „why not“.
  • Starker Prompt: die Tüte sichtbar & griffnah – jedes Mal beim Kochen.
    In unseren Unterlagen ist das der „3 Faktoren“-Teil (Motivation, Ability, Prompts) mit der Aktion-Linie – und der Hinweis, dass Prompts nur wirken, wenn Fähigkeit reicht.

Prompts wirken in beide Richtungen

  • Hin-zu-Prompt: Sichtbarkeit triggert Verhalten (Chips neben dem Herd ⇒ mehr Chips).
  • Weg-von-Prompt: Unsichtbarkeit/Distanz enttriggert Verhalten (Chips hinten in den Schrank ⇒ weniger Chips).
    Fogg nennt genau diese Stellschrauben: Schwellen „lächerlich einfach“ machen, Prompts gezielt platzieren – oder eben entfernen. Beispiele dafür sind Tiny-Habits („eine Liegestütze nach dem Zähneputzen“ + sofortige Mini-Belohnung). Gleiches Prinzip – nur hier für Anti-Chips: Prompt raus, Reizkette bricht.

Übersetzt auf Küche & Büro: der Friction Audit

  • Reiz senken: Snacks außer Sichtweite (hohe Reibung = weiter Weg/geschlossen).
  • Reiz erhöhen (für Gutes): Obstschale sichtbar, Wasserflasche auf dem Tisch.
  • Neue Tiny-Prompts: „Nach dem Abwasch trinke ich ein Glas Wasser“; „Wenn der Wasserkocher an ist, mache ich 5 Kniebeugen.“ (habit stacking). Diese Mechanik zeigen wir auch im Vergleich Tiny/Atomic Habits in B1B S2 L3.

Die Erlösung
Ich stellte die Tüte ganz nach hinten in den Schrank. Prompt entfernt, Fähigkeit gesenkt, Reibung hoch. Und wie von Zauberhand ✨ wurde ich wieder, wer ich vorher war: Nicht-Chips-Esserin – die in südlichen Gefilden aus purem Genuss homöopathisch zugreift.

So einfach kann ein kleiner Prompt-Wechsel den Unterschied machen – im Alltag, in der Küche und bei jeder neuen Gewohnheit. Und genau das lässt sich gezielt nutzen, wenn wir unser Verhalten nachhaltig gestalten wollen.

Herzliche Grüße, Ursula

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