‍♀️️ Entspann dich: essen ist keine Sünde!

‍♀️️ Entspann dich: essen ist keine Sünde!

Miniserie 1: Essen, Darm und Co

Guten Tag oder guten Abend, 

wann ist das eigentlich passiert, dass Essen so ein schwieriges Thema geworden ist? Ich verfolge nur von weitem Insta Influencer. Aber wenn ich da was lese, dann sind es zwei Pole: ein einziges neues Superfood, dass alle Probleme löst. Oder wieder die Warnung, was jetzt wieder schlecht, schädlich, böse ist. Neulich las ich, dass sogar Brokkoli und Mangold böse Stoffe in sich tragen.

Warum ich für einen entspannteren Umgang mit Essen plädiere: Ich habe drei Bausteine für eine ganzheitliche Longevity-Psychologie entwickelt. Sie umfassen – Körper, Mindset und Lebensweisheit.

Mein Plädoyer: Entmoralisiere dein Essen und richte dich an drei Bausteinen Körper, Mindset und Lebensweisheit. Sie bilden den Rahmen meines Jungbrunnen-Codes™️ und helfen dir, langfristig gesund zu essen, ohne den Genuss dabei zu verlieren.

Wir haben das Essen zu oft moralisch aufgeladen und fühlen uns dann unbewusst wie Kinder: havwn „brav“ gegessen vs. „schlecht“ „ungesund“ „nicht healthy genug“. Das kommt einem religiösen Verständnis von Essen gleich (und einem sehr rückständigen, fundamentalistischen).

Wir haben „gesündigt“, wenn wir schlecht essen. Wobei dann immer noch die Frage ist, was schlecht ist – der letzte Influencer-Trend? Dieser Blick macht Stress – und Stress macht Verdauung, Hormone und gesunden Appetit garantiert schlechter, nicht besser.

Hier mein Vorschlag, wie du essen durch die drei Bausteine der ganzheitlichen Longevity-Gesundheit sehen kannst.

1) Körper: Natürlich, selbst gekocht, vielfältig 
Dein Körper liebt Einfachheit und Regelmäßigkeit – nicht Dogmen. „Gut essen“ heißt vor allem:

  • Natürlich & möglichst unverarbeitet.
  • Selbst gekocht. So bestimmst du Fett, Salz, Zucker – und sparst dir Additive.
  • Vielfalt („Iss den Regenbogen“). Bunte Pflanzenvielfalt füttert deinen Mikrobiom-Garten.
  • Rhythmus & Sättigung. Iss in Ruhe, kaue bewusst, achte auf echte Sättigung statt „Clean-Plate-Pflicht“.

Mini-Experiment für diese Woche: Nimm dir an 3 Tagen eine „bunte Schale“ vor (z. B. Blattgrün + Tomate + Bohnen + Kräuter + Nüsse). Spür’ nach dem Essen 5 Atemzüge in den Bauch – und erst dann geht’s weiter.

2) Mindset: Von der Diät-Moral zu heilsamen Routinen 
Verbote ziehen oft Rebound-Effekte nach sich. Wir wechseln deshalb von „alles oder nichts“ zu freundlicher Selbstführung:

  • Entmoralisiere Lebensmittel. Es gibt nicht „gut“ vs. „böse“, sondern passende Portionen & Kontexte.
  • Mikro-Gewohnheiten. Kleine, wiederholbare Schritte schlagen große Vorsätze.
  • Flexibilität statt Perfektion. Ein Festessen mit Freunden braucht keinen „Ausgleich“. Es ist Teil deines gesunden Lebens.
  • Starte, wo du bist. Nutze, was du hast. Tu, was du kannst. Dieser Mindset-Dreiklang hilft, heute anzufangen – ohne Drama.

3) Lebensweisheit: In Gemeinschaft und mit Genuss 
In jenen Regionen, in denen Menschen besonders alt und oft auch besonders gesund alt werden, ist Essen sozial, sinnstiftend und genussvoll: Man kocht frisch, isst gemeinsam, bewegt sich viel – und hat einen Grund, morgens aufzustehen (Ikigai). Für uns heißt das: Plane Gemeinschaft ein, kultiviere Rituale, feiere das Alltägliche.
Praxis-Ideen:

  • Gemeinschaft: Mindestens eine gemeinsame Mahlzeit pro Woche fest im Kalender (Familie, Nachbarn, Kolleg:innen – wer gerade passt).
  • Ritual: Ein „Anstoßen ohne Alkohol“ mit Kräutertee, Kombucha oder Zitronenwasser.
  • Genuss: Decke den Tisch schön – auch, wenn du allein isst. Ästhetik signalisiert dem Nervensystem: Hier darfst du runterfahren.

✔️ 6 einfache Leitlinien für deinen Alltag

  1. Kochen first. Plane 2–3 Grundbausteine pro Woche vor (z. B. Blechgemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn).
  2. Iss den Regenbogen. Denke in Farben, nicht in Kalorien.
  3. Protein & Pflanzen. Jede Mahlzeit: etwas Pflanzliches + eine gute Proteinquelle.
  4. Trinken sichtbar machen. Karaffe auf den Tisch, Glas wird zum „Anker“ fürs Innehalten.
  5. Slow Bite. Der erste und der letzte Bissen in Zeitlupe.
  6. Social by design. Essen regelmäßig mit Menschen verbinden – live oder als „Telefon-Dinner“.

✔️ Was du diese Woche loslassen darfst

  • „Ich war brav / schlecht beim Essen.“ → Neuer Satz: Ich habe gegessen, was heute für mich passte – morgen justiere ich weiter.
  • „Ich muss das wieder abarbeiten.“ → Neuer Satz: Genuss ist Teil meiner Gesundheit, kein Fehler im System.

Herzliche Grüße, Ursula

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